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Gruppenfoto von der Subzone-Gemeindefreizeit 2017

Leben als letzte Gelegenheit: Durchatmen statt Schnappatmung

Wir haben am Sonntag an der Bucket-List reloaded gebastelt. Normalerweise funktioniert das so: Schreibe alle Dinge auf, die du noch erleben möchtest, bevor Du den Löffel abgibst (Man kennt das beispielsweise aus dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“). Unsere Version: Schreibe die Dinge auf, die Du loslassen lernen möchtest, bevor Du den Löffel loslässt.

Aber der Reihe nach…

Loslassen gehört zum Grundrhythmus des Lebens. In jedem Atemzug müssen wir Luft loslassen, um neue zu erhalten. Wer Schiss hat, dass keine neue Luft mehr nachkommen könnte und deshalb an seiner Luft festhält, verbraucht sich selbst.

Beim Atmen haben das die meisten von uns schon einigermaßen gelernt Loszulassen. In anderen Lebensbereichen ist das in der Regel viel, viel schwerer. Und doch steckt das gleiche Grundgeheimnis dahinter: Nur wer loslassen kann, kann auch wieder empfangen. Nur wer loslassen kann, verbraucht sich nicht selbst.

Jesus erzählt mal eine Geschichte von einem Mann, der viel Reichtum anhäuft und letzten Endes doch sterben muss und nichts mitnehmen kann (Lukas 12,16-21).

Ein Klassiker, ist schon Vielen passiert.

Er nennt den Mann einen „Narr“, weil er schnappatmiger Weise davon ausgeht, dass alles sein ist. „Mein Leben, meine Ernte, meine Scheunen…“. Ich vermute mal Du könntest in den großen „Mein“-Song einsteigen.

Was ist eigentlich das Problem dabei? Jesus erinnert zwischen den Zeilen daran, dass unser Leben (er nennt das „unsere Seele“) nicht uns selbst gehört. Sie ist uns von Gott geliehen.

Jede Seele wurde von Gott eingehaucht (schau mal in 1. Mose 2,7 nach). Jede Seele ist ein Stück von Gottes Atem, der in uns atmet und den wir eines Tages an ihn zurück hauchen. Daran erinnert schon jeder einzelne Atemzug.

Durchatmen lernen könnte also das große Projekt des Lebens sein. Das Leben, alles was uns gehört, mit jedem Atemzug loslassen – in der Hoffnung, dass wir es im nächsten wieder empfangen dürfen.

Für mich ist das eine spirituelle Grundhaltung, die ich ganz praktisch immer wieder einübe. Ich lasse einzelne Dinge, Themen, Menschen, die mir wichtig sind los und hoffe, dass ich sie wieder aus Gottes Hand zurück bekomme. Das gibt dem kurzatmigen Tremolo mit dem ich oft durchs Leben gehe, eine Portion Beruhigung und Fokussierung mit. Die macht mich freier das was ich habe, nicht verkrampft festzuhalten, sondern entweder bewusst für diesen Moment für mich zu genießen oder mit anderen zu teilen.

Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, kann hier reinhören: http://www.gemeinde-frankfurt.de/predigt (Leben als letzte Gelegenheit).

Termine & Events

Termine für 2018

Mittwochmorgengebet

Wir treffen uns in kleiner Runde (meist 3 – 5 Leute) unter der Woche (meist mittwochs) von 7.30 – 8.45 zum gemeinsamen Gebet im Zentrum Frankfurts (in der Regel in einem Café in der Nähe des Willy Brandt Platzes). Komm gerne dazu und gönn Dir die Fokussierung! Schreib dazu einfach eine kurze Mail an Gebetstreffen[at]subzone.org

 

Heutige Losung

Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.

Jesaja 49,13

Christus Jesus wurde für uns zur Weisheit durch Gott und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung.

1.Korinther 1,30

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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